Erkrather Kunstverein als Gast im RfK

Malerei – Fotografie – Installationen – Skulpturen

Henriëtte Astor – Karl-Heinz Esseling – Eva Pannée – Margit Seiwert
Wolfgang Sendermann – Friedel Warhus

Der Förderkreis Kunst und Kulturraum Erkrath e. V. ist ein Zusammenschluss von Künstlern und kunstinteressierten Personen. Er wurde 2013 gegründet und ist Träger des KunsTHaus Erkrath, das in Teilen der „Alten Dorfschule“ entstanden ist.
In der damaligen Lehrerwohnung befinden sich heute 6 Ateliers.
Aus dem früheren Klassenraum ist ein hervorragend ausgestatteter Ausstellungsraum geworden, der nicht nur von Mitgliedern genutzt wird. Auch auswärtige Künstler zeigen hier gerne ihre Arbeiten. Lesungen und kleinere Konzerte bereichern das Angebot. Zusätzlich führt der Förderkreis immer wieder Kunst-Aktionen im gesamten Stadtgebiet durch. Um die Vielfalt im Raum Erkrath zu erweitern, pflegt er Kontakte zu anderen Künstlern und Kunstvereinen aus dem gesamten Bundesgebiet.
Das Kunsthaus Erkrath, dessen Räume von der Stadt gemietet sind, hat sich in den wenigen Jahren seines Bestehens fest etabliert und stellt für die Kommune und den Kreis Mettmann eine erhebliche Bereicherung dar.

In der Ausstellung „Blick – Fänge“ im „RAUM FÜR KUNST“ in Paderborn stellen die Künstlerinnen und Künstler Henriëtte Astor, Karl-Heinz Esseling, Eva Pannée, Margit Seiwert, Wolfgang Sendermann und Friedel W. Warhus ihre Werke aus. Zu sehen sind Malerei, Fotografien, Skulpturen und Installationen.

Das Thema weist darauf hin, dass Künstler – über das Sichtbare hinaus – stets etwas „Besonderes“ erblicken.

Die Arbeiten der Beteiligten bilden die jeweils eigene Sichtweise ab. Die erlebte Wirklichkeit zeigt sich in sehr individueller Präsentation.
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Zu den Künstlerinnen / Künstlern:

Henriëtte Astor & Friedel W. Warhus
„Der schwarze Rabe frisst die roten Beeren“
Henriette Astor und Friedel W. Warhus, zwei Künstler mit einer gemeinsamen Basis, die Lust und Begeisterung für Kunst, gepaart mit experimenteller Neugier. Sie arbeiten häufig mit Materialien, die der Natur entstammen. Die Natur bietet eine Fülle an Reize, in Formen, Farben und Gerüchen. Der Holunder, der mythische Strauch, inspiriert Astor / Warhus schon seit vielen Jahren und sie betreiben jeden Sommer wieder die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Holunderstrauch. Ein beachtlicher Werkzyklus ist in den Jahren entstanden, der schon in vielen Ausstellungen präsentiert wurde. Diesmal zeigen sie die Erinnerung an die Performance I und II in Form von Fotos, Papiere und Tücher. Für die beiden Künstler ist es eine Erinnerung an emotionale Erfahrungen, an das was gedacht und empfunden wurde. Die Farbe, die Natur ist Poesie. Die Performance als ein symbolischer Akt des Dialogs mit der Natur und eine Aneignung der Natur. Viele Sagen und Mythen ranken sich um den Holunder. Die Gestaltungsmöglichkeiten des Holunders sind vielfältig, aber immer abhängig von Naturbegebenheiten, wie die Fülle und die Reifung der Früchte. Um die Möglichkeiten der Konservierung auszuloten, holten sie die Naturmaterialien ins Atelier. Die Beeren wurden gekocht, zertrampelt, gepresst und getrocknet. Das Farbspektrum der Beeren changierte zwischen blau, rot, braun und grün. Der Holundersaft und die Beeren wurden Pigmente hinzugefügt, was wiederum neue Farbvariationen hervorbrachte. Im Atelier entstanden dann auch ein Buch und eine Bildermappe, eine Sammlung von Erinnerungen und Gedanken. Das Buch im „Kleinen Format“ ermöglicht das Sehen der Fotos nur mit einer Lupe. Astor / Warhus streben bewusst die installative Werkpräsentation an, die entstandenen Werke sollen mit dem Raum und miteinander in ein Dialog eintreten.

Karl-Heinz Esseling
Menschen sind die bevorzugten Motive des Fotografen und Fotokünstlers. Er versucht in seinen Bildern die vielfältigen Facetten menschlichen Seins zu zeigen unter Beachtung der Würde des Abgelichteten und immer auf der Suche nach der richtigen Balance zwischen Nähe und Distanz.

Eva Pannée
befasst sich bei ihren fotografischen Arbeiten gern experimentell mit Reduktion und Umdeutungen. Schärfe in Unschärfe, Fotografie gegenständlich und abstrakt. Aber auch Strukturen, die in der Natur zu finden sind, zeigen ihre Fotografien. Menschen bildet sie nur sehr zurückhaltend ab und dennoch teilen die Abgebildeten etwas über sich mit. Mit ihren keramischen Arbeiten greift sie aktuelle sozialpolitische Themen auf.

Margit Seiwert
Seit 2004 beschäftige ich mich mit der Malerei – vorrangig mit Aquarellfarben.
Experimente mit Gouache und Acryl ergänzen das Spektrum meiner Arbeiten. Die Motive entstehen nach intensivem Beobachten und werden durch die jeweilige Atmosphäre und das Zusammenspiel von Wasser und Farben gesteuert. Die Inspiration zu meinen Bildern entwickelt sich vorrangig an Urlaubsorten.

Wolfgang Sendermann
Bildhauer – Skulpturen in Stein, Holz, Gips, Wandobjekte/Malerei
Seit über 40 Jahre beschäftige ich mich mit bildender Kunst. Im Mittelpunkt meiner Arbeiten steht der Mensch, mit seinen Schwächen und Stärken. Aber auch natürliche Materialien wie Stein und Holz und die Verbindung mit anderen Materialien sprechen zu mir. Wie der Kabarettist durch Überspitzung und Übertreibung die Finger in die Wunden des gesellschaftlichen Geschehens und der menschlichen Natur zu legen versucht, so versuche ich dies in meinen Werken zu tun. Nach meinem Verständnis hat Kunst auch einen Beitrag zum gesellschaftlichem Geschehen und Wandel zu leisten. Das heißt nicht, dass die Schönheit der natürlichen Strukturen, hervorgehoben durch meine Arbeiten, die Betrachter nicht zum Verweilen einladen soll.

Ausstellungseröffnung:
Samstag, den 01. Juli um 17.00 Uhr

Öffnungszeiten:
Donnerstag bis Sonntag: 15.00 – 18.00 Uhr