Am Raum für Kunst in der Gasse am Kamp 21 / Kötterhagen, montags bis donnerstags zum Einbruch der Dunkelheit

Das fotografische Bild – Inzwischen zweifelsfrei im Diskurs als künstlerisches Medium anerkannt, bietet es durch seine medienspezifischen Eigenschaften besondere Potenziale: Das fotografische Bild fungiert auch in Zeiten digitaler Bilder als Träger einer besonderen Zeugenschaft, als unmittelbar sichtbarer Beweis. „Das Foto gilt als eine Art notwendiger und zugleich ausreichender Beweise, der unzweifelhaft die Existenz dessen, was er zu sehen gibt, bezeugt“, so Philippe Dubois – die Fotografie als Spiegel, Abdruck oder Spur der Wirklichkeit. „Es-ist-so-gewesen!“ lautet Roland Barthes berühmter Ausspruch, welcher die medienspezifische Charakteristik der Fotografie beschreibt. Das fotografische Bild ist eine Bildform, welche sich grundlegend vom Zeichensystem der Schriftsprache unterscheidet, anders codiert ist und dadurch das Potenzial hat, Sprachbarrieren zu überwinden und global verstanden zu werden – das fotografische Bild berührt uns emotional unabhängig von Ländergrenzen.

Um sprachunabhängig auf die gegenwärtige Situation in der Ukraine aufmerksam zu machen und die Macht des Bildes zu nutzen, emotional zu berühren, setzt der Raum für Kunst e. V. auf die Zeugenschaft der Fotografie und zeigt mit ihr, dass „es so ist“! Präsentationsflächen werden zur Verfügung gestellt, um Betroffenen ein Sprachrohr zu bieten und der Öffentlichkeit unkommentiert Bilder des Geschehens um den russischen Überfall auf die Ukraine und Hilfsaktionen zu präsentieren, welche das kollektive Bildgedächtnis aktiviert und subversiv dazu aufruft, sich ans Herz zu fassen. Die Bilder werden zum Einbruch der Dunkelheit in die Nacht hinein in die Gasse am Kamp 21 / Kötterhagen projiziert. Zum Zweck der Veröffentlichung der Bilder an anderen Orten leitet der Raum für Kunst die Präsentationen gerne weiter.

In Zusammenarbeit mit:

  • Schülern und Lehrern der Sekundarschule Borchen
  • Schülern und Lehrern der Lise-Meitner-Realschule
  • Schülern, Eltern und Lehrern des Gymnasiums Delbrück
  • Kriegsbilder gesammelt von: Schüler Kyrylo Drozhzha und Olexandr Grydin jr.
  • Fotos: Jonas Koy (Schule Borchen), Agnes Hoppe (Lise-Meitner-Realschule), Sandra Neubeck (Schule Delbrück)
  • Universität Paderborn: Hilfsprojekt unter der Leitung von Anatolii Andreiev mit Lukas Ostermann und Mirko Schaper, insbesondere auch Max Herting, Fabian Lienen und viele andere Studierende/MitarbeiterInnen der UPB
  • Sponsoren der Hilfsprojekte:
  • Eugen Djakow – Fraunhofer IEM
  • Max Scurk – Diebold Nixdorf, Paderborn
  • Johannes Stauff – Bären Apotheke, Paderborn
  • Manfred Kesselmeier und Katja Kesselmeier – Apotheke Schöne Aussicht, Paderborn
  • Joachim Krawczyk – Pader-Rent, Paderborn
  • Und viele mehr…