mit Werken von Ralf Rduch und Markus Maria Thormann
Exposition – Paderborner Kunstlegenden
Ralf Rduch
Ralf Rduch (geboren 1961 in Bielefeld) ist freischaffender Künstler, der aus der Paderborner Szene nicht mehr wegzudenken ist. Seine Malerei wird bestimmt durch die Darstellung des Menschen, der nur unbekleidet abgebildet wird. Mit dem Verzicht auf die Kleidung ist sein kultureller Hintergrund, sein sozialer Status und das, was er repräsentieren möchte, nicht ersichtlich. Kleidung spielt etwas vor – der Körper hingegen täuscht nicht.

Grundlage für die großformatigen Aktmalereien ist die Fragmentierung der Körper in elf Helligkeitsabstufungen, denen er immer wieder unterschiedliche Farbtöne zugeordnet hat. Die gemalten Akte, oftmals allein, oftmals als Gruppe, befinden sich vor einem monochromen Hintergrund und sind somit losgelöst von Räumlichkeit und einer greifbaren Realität. Somit wird der Mensch in einer großen Plastizität dargestellt, es findet eine Konzentration auf den Menschen an sich statt.

Aus einer Sammlung von rund fünfhundert Werken wird eine Auswahl von zweiundzwanzig Malereien ausgestellt, die aus sämtlichen Phasen seiner Schaffenszeit stammen.

Markus Maria Thormann
Der 2020 verstorbene Berliner Künstler Markus Maria Thormann bekannte sich zu seinen westfälischen, „Ruhrpott“-Wurzeln und seinem mehrjährigen Schaffen in den Art Ateliers in Paderborn Anfang der 90er Jahre.

Markus Maria Thormann arbeitete ausschließlich mit dem Werkstoff Eisen. Formal wie materiell deutlich getrennte Einzelteile wurden als additive Objekte zu abstrakten Skulpturen zusammengefügt und in Teilen durch Draht verbunden. Der sich auf den Skulpturen bildende Rost, der konsequenterweise zum Werkstoff Eisen gehört, stand dabei für den Künstler nicht für Vergänglichkeit, sondern als Patina für eine natürliche Farbgebung der Objekte.

Die prägnantesten Eigenschaften des Materials, „Gewicht“ und „Schwere“ führten dabei zu einer immerwährenden Auseinandersetzung mit den Begriffen Stürzen, Stützen, Lehnen, Sprengen, Zusammenziehen und Öffnen. Besonders wichtig war dem Künstler dabei weniger die materielle Präsenz als mehr der raumplastische Ausdruck. Negative Räume und Zwischenräume wurden als positive skulpturale Raumformen so einbezogen, dass die Plastiken von Markus Maria Thormann – trotz aller Massivität und Schwere – eine besondere Fragilität und Verletzlichkeit aufweisen. „Sensibel setzt er sich mit Wut und
Schmerz auseinander, so dass seine Arbeiten nicht apokalyptisch wirken.“ (Andrea Wulf, Museum für Kunst und Gewerbe)

In seinen Berliner Jahren schuf Markus Maria Thormann vor allem ausdrucksstarke Skulpturen mit figuralem Charakter, die er – in Abhebung zu früheren Werken – aus massiven Eisenkörpern herausarbeitete.
Organisiert wird die Ausstellung von Michelina Aresta, Friseurmeisterin, Studio M, Neuhäuser Straße 23 in Paderborn und Claudia Cremer-Robelski, bildende Künstlerin mit Atelier und Malschule, ATELIER-CCR, Schulstraße 13 in Paderborn. Die zwei Paderbornerinnen haben unter dem Motto „PrachtFormArte“ schon mehrere Ausstellungen organisiert – die Werke von Ralf Rduch und Markus Maria Thormann der Öffentlichkeit zu zeigen, ist beiden ein besonderes Herzensanliegen.
Die Vernissage der Ausstellung mit Werken beider Künstler findet am Samstag, den 01.04.2023 ab 17:00 Uhr im Raum für Kunst (Kötterhagen / Kamp 21) in Paderborn statt, am Sonntag, den 02.04. in der Zeit von 11 :00 bis 20:00 Uhr die Finissage.
Bei der Vernissage legt der Berliner DJ Jens Strüver auf, bei der Finissage gibt es Live-Musik mit den Paderborner Musikern Florian Arnold, Oliver Kasprzok, Calvin Schwizzle und Andi Seifert.










